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Hirschlausfliege - der unbekannte Blutsauger

Die Hirschlausfliege – der unbekannte Blutsauger

 

Hunde und andere Tierarten (z.B. Pferde) leiden in der schönen Sommerzeit häufig unter Zecken, Grasmilben, Bremsen und anderen Plagegeistern.

Ein anderer Schmarotzer ist dagegen weitaus unbekannter: die Hirschlausfliege (Lipotena cervi) oder auch Hirschlaus, aus der Familie der Lausfliegen (Hippoboscidae)

 

Was man als Hundehalter über die Hirschlausfliege wissen sollte

Das Aussehen der Hirschlausfliege erinnert an eine Zecke mit Flügeln.

Erst bei näherem Hinschauen erkennt man den ausgeprägten spitzen Stechrüssel und die auffallend starken Haken an allen sechs Beinen. Die Hirschlausfliege ist rotbraun und wird bis zu 6 mm groß. Die eigentliche Saison der Blutsauger steht eigentlich noch bevor, denn man sieht die lästigen Plagegeister vermehrt im August und September in ihrem Lebensraum, dem Wald.

Aufgrund des milden Winters und der aktuellen Witterung rechnet man dieses Jahr mit einem verstärkten Aufkommen auch schon vor August.

Die Hirschlausfliege ist im Grunde auf Rehe und andere Hirscharten, Wildschweine und ähnliche Waldbewohner spezialisiert. Diesen lauert sie bevorzugt in feuchten Waldgebieten auf.

Hat die Hirschlausfliege erst einmal zugebissen, wirft sie Ihre Flügel ab und verbleibt auf dem Wirt. Das weibliche Tier legt seine Larven ab und diese verpuppen sich später am Boden. Die neue Generation schlüpft dann im Oktober und November und fliegt auf der Suche nach geeigneten Wirten aus.

In sehr kalten Wintermonaten sind diese Larven nicht überlebensfähig. Wärme begünstigt wiederum ihre Ausbreitung.

 

Wie und wen stechen Hirschlausfliegen?

Hirschlausfliegen attackieren ihr Opfer geradezu. Auf der Suche nach einem geeigneten Wirt umschwirren sie Mensch oder Tier zunächst. Bei uns Menschen fliegen die Parasiten in erster Linie den Nacken an.

Sind sie erst einmal gelandet, wirft sie in kürzester Zeit ihre Flügel ab - das ist eine Besonderheit der Hirschlausfliege. Dann bewegen sie sich außerordentlich schnell ganz flach auf der Haut fort und krabbeln bei uns z.B. auch gerne in die Ohren.

Umfliegt die Hirschlausfliege einen Hund, wird sie sich häufig an Stellen unter dem Bauch, auf den Innenschenkeln und im Afterbereich niederlassen. Langhaarige Hunde sind am ganzen Körper Angriffen der Hirschlausfliege ausgesetzt.

Wir Menschen nehmen die Stiche der Hirschlausfliege kaum wahr, Hunde reagieren dagegen manchmal wie „angestochen“, d.h. sie beißen und kratzen sich dann wiederholt an den Bissstellen.

Außerdem ist nach einem Biss insgesamt eine große Unruhe beim Hund zu beobachten.

 

Folgen von Hirschlausfliegen-Stichen

Die Bissstellen schwellen an. Sie ähneln einem Bluterguss und sind auch genauso schmerzhaft. Außerdem geht von den Beulen ein anhaltender und heftiger Juckreiz aus.

Leider können noch schwerwiegendere Folgen auftreten: Hautausschläge in Form von Pusteln und Ödemen oder Eiterungen.  

Doch die wirkliche Gefahr der Hirschlausfliege liegt in der Übertragung einer Krankheit.  Ein im Jahr 2001 entdecktes Bakterium führt bei Hirschen und Rehen zu Fieber und eitrigen Erkrankungen des Fells.

Das Bakterium (Bartonella schoenbuchensis) kann nachgewiesenen Maßen auch bei anderen Tieren - wie unseren Vierbeinern – zu den genannten nicht ungefährlichen Symptomen führen. 

Menschen können in der Folge des Bisses an Herzentzündungen erkranken. Die Hirschlausfliege gilt als Überträger des Bakteriums.

 

Wie werden unsere Hunde die Hirschlausfliegen wieder los?

Die Hirschlausfliege bewegt sich auf der Haut ungemein schnell, viel schneller als jede Zecke. Sie zu fangen ist deshalb nicht einfach. Wenn man sie jedoch erfühlen kann, sollte man sehr schnell sein. Auch ein Floh- oder Nissenkamm kann helfen, die lästigen Plagegeister aus dem Fell des Tieres herauszubekommen. Sollte der Befall bereits fortgeschritten sein und der Hund womöglich sogar jede Annäherung oder Berührung verweigern, kann man zur radikalen „Abspritz-Methode“ greifen und die Hirschlausfliege mit einem Wasserschlauch oder in der Dusche aus dem Fell ausspülen.

Die Bissstellen sollten dann gekühlt werden, um dem Hund eine Schmerz- und auch Juckreizlinderung zu verschaffen. In schlimmen Fällen, wenn die oben genannten Symptome stark auftreten, sollte man unbedingt über die Vergabe eines Antiallergikums nachdenken. Dann ist der Weg zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker anzuraten.

 

Vorbeugung gegen Hirschlausfliegen genau wie gegen Zecken!

Nun aber keine Panik – die Hirschlausfliege kann, muss aber nicht Überträger der genannten Krankheiten sein. Dennoch ist es sinnvoll, dass man sein Tier vor ihren Angriffen schützt - genau wie wir als Hundehalter den Zeckenschutz im Frühjahr aktivieren.

Menschen sind nicht die bevorzugten Wirte der Hirschlausfliege und deshalb sind Infektionen recht selten. Dennoch sollte man beim Gassigehen Auffälligkeiten bei seinem Tier genau beobachten. Auffällige Waldgebiete sollte man unbedingt meiden.

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