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Selen

Selen nimmt wie kaum ein anderes Spurenelement eine umstrittene Sonderstellung ein: Es fordert bzgl. seines Bedarfs zu einer Gratwanderung zwischen lebensnotwendiger Menge und toxischer Dosis auf. Die ca. 500 Jahre alte Erkenntnis von Paracelsus „Die Dosis macht das Gift“ ist besonders für Selen charakteristisch.

Die Bezeichnung Selen stammt aus dem Griechischen (Selene = die Mondgöttin), sicher angeregt durch den silbrig-matten Glanz des gereinigten Elements.

Selen zählt zu den Halbmetallen mit enger chemischer Verwandtschaft zum Schwefel. Selen ist für den Körper lebensnotwendig und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es hat eine herausragende Bedeutung als Baustein für zahlreiche Eiweiße (Selenoproteine), die wiederum in Form von Enzymen zentrale Funktionen im Stoffwechselgeschehen ausüben (Glutathionperoxidase (GPx) oder sog. Deoidasen im Schilddrüsenstoffwechsel). Laut wissenschaftlichen Vermutungen existieren darüber hinaus wohl weitaus mehr Selenoproteine, deren Funktion und Struktur noch unbekannt sind.

Viele Stoffwechselprozesse, an denen Selen beteiligt ist, sind noch überhaupt nicht bekannt. Die derzeit am besten erforschte Funktion des Selens ist seine antioxidative Wirkung (Schutz vor freien Radikalen) als Bestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase (GPx).

Auch die Unterstützung der Schilddrüsenfunktion und der positive Einfluss auf die Spermienbildung sind nachgewiesen.

Weiterhin spielt Selen eine bedeutende Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel, da es an der Insulinübertragung zwischen den Zellen entscheidend beteiligt ist.

Selen ist in der Lage, Schadstoffe aus dem Körper zu eliminieren, indem es schwerlösliche Komplexverbindungen z. B. mit Metallen (Blei, Quecksilber, Cadmium) bildet, und wird deshalb auch ‚Umweltgiftschutz-Nährstoff’ genannt. Somit soll Selen stärkend auf das Immunsystem wirken. Letzteres ist allerdings nicht ausreichend geklärt, ebenso wenig die vorbeugende Schutzwirkung gegen Herzinfarkt und Krebserkrankungen.

 Quelle: futalis, Dr. Lambrecht