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Tipps für Hundehalter bei Sommerhitze

Das erste heiße Wochenende mit bis zu 39Grad ist vorüber – aber der Sommer ist noch lange…

Tipps für Hundehalter bei Sommerhitze

Sommer, Sonne, große Hitze: Wir schwitzen, jeder Schritt ist uns zu viel und wir würden uns eigentlich am liebsten den ganzen Tag auf die faule Haut legen.

Unsere Hunde auch – selbst wenn man es ihnen vielleicht nicht immer anmerkt.

Wir haben Euch ein paar Tipps und Tricks für aktive Hundehalter bei Sommerhitze zusammengestellt:

 

1. Bitte keine Rad- oder Joggingtouren bei Sommerhitze

Ab +23°C – unsere Tierärztin meint sogar bereits ab +20°C – und direkter Sonneneinstrahlung wird es kritisch. Verlangt Eurem Hund jetzt keine sportlichen Höchstleistungen mehr ab. Falls das Radeln oder Joggen mit Ihrem Hund zu Eurer täglichen Ritualen gehört, verlegt dies im Sommer unbedingt auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Für den Hund ist das am Rad laufen bzw. auch das Mitjoggen extrem anstrengend, aber er wird seine Erschöpfung nicht offen zeigen, sondern tapfer versuchen, mit Ihrem Tempo mit zu halten. 

Überanstrengung kann, wie bei uns Menschen, einen Zusammenbruch zur Folge haben.  

Und!! Habt bitte immer ausreichend und einigermaßen kühles Wasser im Gepäck!!

 

2. Am See nur im Schatten

Ihr könnt Euren Hund mit an den Badesee in Eurer Nähe nehmen? Klasse!

Aber bitte nur, wenn für ihn ein Schattenplatz unter einem Baum oder unter dem Schirm vorhanden ist und er sich ebenfalls ab und zu im Wasser abkühlen darf.

 

3. Ganz wichtig - Vorsicht bei „Kurznasen“

Alle kurznasigen Rassen vom Boxer bis zum Mops leiden besonders unter sommerlicher Hitze, da ihre deformierten Atemwege dann durch die schlechte Belüftung und Sauerstoffaufnahme besonders ins Gewicht fallen.

Wenn Ihr eine solche Rasse besitzt, nutzt schattige Routen fürs Gassigehen oder die kühleren Tageszeiten und achtet unbedingt auf Erschöpfungsanzeichen wie starkes Hecheln.

Auch wenn der Hund sich hinlegt, sobald Ihr stehenbleibt, zeigt das, dass er sehr angestrengt ist.

 

4. Kurzhaarfrisur bei Sommerhitze

Nur vom Experten…

Normalerweise ist das Hundefell der perfekte Schutz gegen Kälte wie Wärme, Feuchtigkeit, Wind und natürlich gegen Sonnenstrahlen. Ein Scheren des Fells im Sommer stört diesen natürlichen Schutz eher, als er dem Hund hilft.

Dennoch: Rassen mit extrem lang und/oder sehr dicht gezüchtetem  Haarkleid wie Samojeden, Bobtails, Pekinesen, Bernhadiner oder Neufundländer können unter der sommerlichen Hitze leiden.

Hier empfiehlt sich, vor allem bei alten Hunden oder Tieren mit Kreislaufproblemen, das Fell kürzen oder scheren zu lassen.

Lasst dies aber unbedingt einen Fachmann, sprich: Hundefriseur/Groomer erledigen. Denn falsch oder zu kurz geschorenes Fell bietet möglicherweise gar keinen Sonnenschutz mehr – Sonnenbrand droht!

 

5. Sonnenbrand bei Hunden

Ja genau – Ihr habt richtig gehört, auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen.

Zwar haben Tiere ein Fell, das sie vor Sonneneinstrahlung schützt, doch an den unbehaarten Stellen oder eben bei zu kurz oder falsch geschorenem Fell, können sie ebenso wie wir Menschen einen Sonnenbrand bekommen.

Dies sind vor allem die Ohren und Nasen. Unter den Hunden gehören vor allem diejenigen mit einer hellen Nase und einer rosa Haut zu den besonders anfälligen Typen. Auch Hunde mit sehr dünnem oder hellem Fell, wie zum Beispiel Dalmatiner, aber auch Nackthunde, sind durch eine erhöhte Sonneneinstrahlung gefährdet.

Übrigens: Einige Medikamente, die ein Hund bekommt, können eine Sonnenunverträglichkeit hervorrufen. So zum Beispiel Tabletten gegen Diabetes, Diuretika oder bestimmte Antibiotika.

Lasst Euch hier von Eurem Tierarzt/Tierklinik beraten.

Bekommen unsere Fellnasen einen Sonnenbrand, kann es für sie – genau wie bei uns Menschen –  sehr schmerzhaft werden.

Die Folge: Die Hautpartien röten sich zunächst, später folgt eine örtliche Entzündung. Anschließend kommt es häufig zu einer Krustenbildung.

Oftmals sind die Schmerzen oder das Jucken so stark, dass die Tiere die Hautstellen aufkratzen oder lang daran reiben. Im schlimmsten Fall können Schmutz und Eitererreger eindringen und eine schwere bakterielle Entzündung hervorrufen.

Dann muss ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Wer mit seinem Vierbeiner viel Zeit draußen oder sogar am Strand verbringen möchte, sollte diesen mit einer Sonnenschutzcreme eincremen. Vor allem die Hautpartien, an denen wenig Fell ist – also, Bauch- und Leistengegend, Ohren und Nase – sollten einen Sonnenschutz bekommen.

Dieser sollte mindestens Lichtschutzfaktor 15 haben.

Zu beachten ist dabei, dass einige kosmetische Mittel, die für uns Menschen geeignet sind, für Hunde gefährlich sein können.

Und es muss immer damit gerechnet werden, dass Eure Fellnase die eingecremten Stellen ablecken will. Einige Substanzen in der Sonnencreme können für den Vierbeiner fatale Folgen haben – so etwa Para-Aminobenzoesäure (PABA). Insbesondere bei kleinen Hunden genügen schon geringe Mengen, die bei ihm Unwohlsein oder Vergiftungserscheinungen hervorrufen können.

 

Achtet daher unbedingt auf die Inhaltsstoffe.

Spezialprodukte (gibts auch bei 4PfotenBio.de) oder Baby-Schutzcremes bewähren sich oft als gut geeignet. Vorsicht bei Sprays: Achten Sie darauf, dass ihr Tier dies nicht direkt einatmet.

 

6. Natürlich lasst Ihr Euren Liebling niemals im Auto

Wir alle wissen es, doch man kann es nicht oft genug wiederholen: Den Hund bei Sonne (auch außerhalb der Sommermonate) nicht im Auto lassen!

Der Innenraum unserer Fahrzeuge erhitzt sich in kürzester Zeit und wird zur tödlichen Sauna. Bereits 15 Minuten in einem geschlossenen Wagen in direkter Sonne ist lebensgefährlich für unseren Vierbeiner.

Für sommerliche Aufenthalte im Auto gilt: Wirklich nur ganz kurz und im garantierten Schatten (z.B. Parkgarage mit ordentlicher Lüftung oder Carport), denn die Sonne wandert, und wo eben noch Schatten war, kann fünf Minute später pralle Sonne sein.

Außerdem: vier halb geöffnete Fenster, die Durchzug garantieren, Kühlakkus unter der Hundedecke und ein Wassernapf.

 

7. Mittagssonne meiden

Für Hunde gibt es zwar Sonnencreme, aber diese ist natürlich wie für uns Menschen kein Dauerschutz – auch ihr Fell schützt sie nicht überall vor den Strahlen, die heutzutage sehr aggressiv sind.

Um die Tiere vor Sonnenbrand oder gar Hautkrebs zu schützen gilt wie für uns Menschen: ausgiebige Sonnenbäder zwischen 12 und 18h vermeiden.

Bei Verwendung von Sonnenschutzfluids- oder Cremes, bitte die empfindlichen Stellen oder solche mit wenig Haaren (Bauch, Ohrspitzen) damit eincremen. Dabei lasst Ihr aber bitte den Nasenrücken frei.

Die sinnvollste Prophylaxe bleibt aber das Meiden der direkten Sonne. Übrigens: Auch Sonnenschirme und Sonnensegel sind nur dann hilfreich, wenn sie UV-Schutz besitzen.

Unsere Hunde wissen leider nicht selbst, wann sie zu lange in der Sonne gelegen haben. Ihr müsst auf sie achten.

 

8. Sonnenbrand beim Hund erkennen - aber wie?

 

  • Oberflächliche Verbrennung - nur die oberste Schicht der Haut ist betroffen. Rötung ist meist das einzige Anzeichen.
  • Tiefe Verbrennung - diese Verbrennung ist in tiefere Hautschichten vorgedrungen. Beim Menschen wären typische Blasenbildung zu erwarten - beim Tier nicht. 
  • Vollständige Verbrennung - die Haut ist durch alle Schichten hindurch geschädigt, eventuell sogar darunterlegendes Gewebe. Diese Verbrennung ist extrem schmerzhaft und benötigt unbedingt tierärztliche Versorgung. 

 

9. Alte und ältere Hunde

Hier können wir Euch aus eigener Erfahrung berichten, denn unsere hauseigenen „Produktester“ Starsky und Joyce sind inzwischen auch bereits 12 und 9 Jahre alt.

Bitte verlangt Euren Hundesenioren gerade bei den derzeitigen Temperaturen und klimatischen Verhältnissen nicht zu viel ab.

Lange Wander- oder Radtouren – auch im vermeintlich kühlen Wald – sind für unsere Fellnasen (im Übrigen wie für uns) auch aufgrund der erhöhten Ozonwerte ungemein anstrengend.

Eine natürliche Ozonschicht in über 20 Kilometern Höhe schützt die Erde vor schädlicher UV-Strahlung. In Bodennähe wird es bei starker Sonneneinstrahlung durch chemische Prozesse aus Schadstoffen wie etwa Stickoxiden gebildet.

Ozon ist ein farbloses und giftiges Gas in der Atmosphäre. Erhöhte Konzentrationen können nach Angaben des Umweltbundesamtes Reizungen der Atemwege, Husten, Atembeschwerden bis hin zu Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenkrankheiten hervorrufen.  

Für unsere Lieblinge kann dies in Verbindung mit den hohen Temperaturen zu Kreislaufproblemen, bis hin zu einem Kreislaufkollaps führen.

Im Wald kann dies tödliche Folgen haben, da Ihr nicht gleich kühles Wasser zur größeren Kühlung (wie z.B. ein Bachlauf) oder gar einen Tierarzt/Tierklinik in Reichweite habt.

 

Eure Fellnasen werden es Euch danken.

 

Wuffige Grüße vom 4PfotenBio-Team

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